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  • Marlen Harder

Paralleluniversum versus Fachkräftemangel

Aktualisiert: 29. Sept.

Bedürfnisse versus Verlangen - was passiert hier?

Der Wandel

Wovon unsere Mütter und erst recht unsere Großmütter noch geträumt haben, ist für uns Wirklichkeit geworden. Noch vor ein paar Jahren undenkbar, wird es für uns heute immer selbstverständlicher, uns auszusuchen wie, wo und was wir arbeiten – womit wir unser Geld verdienen. Vor allem für Mütter ist es ein entscheidender Schritt nach vorn, dass sie alle Möglichkeiten haben, endlich ihre Vorstellung von Familien- und Businessalltag zu leben und sich nicht mehr den zumeist starren Strukturen und Denkmustern der Gesellschaft zu unterwerfen.


Nicht nur das, es ist noch dazu ein absolutes Geschenk, sein eigenes Leben, sein Wirken selbst in die Hand zu nehmen. Gutes tun zu können und damit anderen Menschen zu helfen, sie zu unterstützen und wertschätzende Gemeinschaften zu bilden, die Bewegung, Umsetzung, Kraft, Lebensenergie, auch Trost u.v.m. bringen – sind gerade heiß begehrt – offline und online wohlgemerkt.


Und das zurecht aus meiner Sicht, denn der Wandel ist da und es bildet sich gefühlt ein Paralleluniversum im virtuellen Raum, welches nicht aufzuhalten ist. Dafür brauche ich keine Analysen und keine Statistiken auszuwerten, denn es ist allgegenwärtig, sobald ich nur die Tür zu Social Media aufmache. Dieses Paralleluniversum gibt jedem, der es will, morgens die Motivation, die es braucht, seinen Weg zu gehen, ermahnt dich mittags an deine Pause oder fordert dich nachmittags zu deiner Sporteinheit heraus. Abends, wenn du dann auf der Couch sitzt und das Gefühl hast, in deinem Freundeskreis (noch) die einzige zu sein, die „anders“ ist, fängt es dich wiederum auf, hilft dir bei dir zu bleiben und schenkt dir sogar eine kuschelige warme Decke aus Affirmationen, die dich gut schlafen lassen. Es nimmt die Menschen an die Hand, motiviert sie groß zu denken und das Leben mit viel mehr Dankbarkeit und Gelassenheit anzugehen.*


*Ich betone an dieser Stelle ausdrücklich, dass mir auch die unseriösen Angebote im Netz bewusst sind und ich weiß, dass es für niemanden eine Hürde ist, auch Halbwissen zu präsentieren. Das erfordert menschliches Gespür und Erfahrungswerte. Um diesen Leuten/ Angeboten entgegenzutreten, mache ich mich für Medienschutz für Kinder stark und verteile mein Wissen für einen betriebswirtschaftlich seriösen Businessaufbau.

Brauchen Menschen heute wirklich all das Wissen der anderen oder, anders gefragt, sind alle die, die diesem Paralleluniversum folgen, nicht mehr von dieser Welt? Ja nun, ich bin kein Analytiker und auch kein Psychologe, aber ich stelle die These auf, dass die Dunkelziffer an Followern riesig ist, nur können es nicht alle offenlegen, weil es zu gefährlich für sie werden könnte – in welcher Hinsicht auch immer. Fakt ist nur, dass es den Menschen, denen ich in den letzten 4 Jahren meiner Online-Selbstständigkeit begegnet bin, den Halt, die Motivation, die Sichtbarkeit, die Anerkennung und den Spaß bringt, den sie im realen Leben nicht mehr zu finden scheinen.


Wie will ein Unternehmen alter Schule diese Softskills, die das Paralleluniversum bietet, für ihre Mitarbeiter in Zukunft abbilden? Hier habe ich das Stichwort Fachkräftemangel im Hinterkopf.


Der Schritt in die Selbstständigkeit

Wenn das Unternehmen nicht mehr zu einem passt oder umgekehrt, so höre ich von vielen meiner Kund:innen und Kolleg:innen, zieht das (derzeit noch) oft böse Trennungsszenarien hinter sich. Was folgt ist Krankheit, Arbeitslosigkeit oder wenn die Kraft, die Finanzen und der Zuspruch ausreichen im besten Fall die Selbstständigkeit.


Es liegt auf der Hand, dass nicht alle Menschen ihren Job und ihr aktuelles Leben verlassen können, um ihren Bedürfnissen folgen zu können. Nicht jeder kann und will selbstständiger Yogalehrer, LifeCoach oder BusinessMentor werden. Sich sein eigenes Business aufbauen und davon leben können, hängt nicht nur mit einfach mal machen zusammen, sondern baut auf vielen Fähigkeiten, Erfahrungen, ganz wichtig auf finanziellen Rücklagen und inneren Einstellungen auf. Das ist ein Schritt, der wohl überlegt, vorbereitet und bestenfalls in der Familie besprochen werden sollte, damit die Höhen und Tiefen einer Selbstständigkeit im Guten überstanden werden können. Gerade am Anfang ist es sicher kein Spaziergang, es erfordert oft Mut und viel Kraft, aber es ist eine Reise mit viel Potential, und der Versuch, diese anzutreten und für sich auszutesten, ist es aus meiner Sicht immer wert, wenn die betriebswirtschaftliche Basis seriös eingerichtet wird.


Wenn also mein offen ausgesprochenes Bedürfnis, nach allen Anpassungen die von meiner Seite möglich waren, auf der anderen Seite im Unternehmen nicht ernst genommen wird, dann ist es in aller Konsequenz das Mutigste, die Situation zu verlassen und zu gehen! EINFACH – nein das ist nicht einfach – aber es ist einfach der einzig gangbare Weg für eine wertschätzende Gesellschaft.


Zwischenfazit: Nicht jeder kann, nicht jeder will, nicht jeder soll selbstständig werden. Und das ist absolut gut so! Sonst hätten wir keine Krankenhäuser, keine Polizei, keine Lehrer und v.a. wichtige Jobs nicht mehr! Jeder sollte seine Leidenschaft leben dürfen - im Job selbst oder in seiner Freitzeit neben seinem 9 to 5 Job - doch in jedem Fall darauf aufbauen, was gut wir ihn ist.

Es sollte JETZT umgedacht werden in der Politik, in den Unternehmen, damit die Selbstständigkeit wieder eine Alternative sein darf und nicht die einzige Chance, die mir bleibt, um ein Leben nach meinen Bedürfnissen zu leben. In den Gesprächen mit meinen Kund:innen habe ich oft die Frage gestellt, warum Selbstständigkeit und wärst du lieber angestellt geblieben? Mit wenigen Ausnahmen bekam ich immer die gleiche Antwort: „Ich habe mich selbstständig gemacht, weil ich mich nicht mehr gesehen, nicht wertgeschätzt gefühlt habe. Da ist mir mein Traum bewusst geworden und ich habe es einfach versucht. In den Anfangszeiten hätte ich oft gern wieder getauscht, heute war es die beste Entscheidung meines Lebens und anders kann ich es mir nicht mehr vorstellen.“


Stichwort: Fachkräftemangel!

Ich bin selbstständig und gehöre zu denen, die diesen Schritt anfangs nicht bewusst gewählt haben und dennoch heute froh sind ihrem Bauch gefolgt zu sein. Rückblickend sage ich: "Es ist in den Jahren, der besonderen Phase meines Lebens, wo meine Kids klein sind die beste Entscheidung meines Lebens, so zu arbeiten, wie es für mich und mein Leben passt. Ich bin dankbar für all die Möglichkeiten und Chancen, die mir das Paralleluniversum bietet und werde auch zukünftig zugreifen, wenn es sich seriös, richtig und gut für mich anfühlt! Was in 5 oder 10 Jahren zu mir passt, kann ich noch nicht sagen, will ich auch nicht."

Bis es so weit ist, dass ich mir darüber Gedanken mache 😉, unterstütze ich andere Selbstständige dabei, ihr Business auf betriebswirtschaftlich rentable Beine zu stellen und dabei ihren Alltag aus Familie und Beruf strukturiert und fokussiert zu leben. Auch wenn es nur vorübergehend ist.


Wenn du jetzt so richtig Bock hast, deine Selbstständigkeit ins Laufen zu kriegen, dann tue es … gib deinem Businessbaby den Raum, den es braucht, um zu wachsen. Wie du deine Selbstständigkeit zu Hause inmitten vom Familienzeugs startest und voranbringst, das erfährst du in diesem Artikel: „10 Tipps für deinen Business Start im Homeoffice“.


Wenn du jetzt froh bist, dass du einen gut bezahlten Angestellten Job hast, dann feiere dich dafür! Du bist genau richtig und du tust alles genau richtig, wenn du das tust, was dir gut tut und du dabei niemand anderem schadest!



Ich bin Marlen.


Als Business Mentorin und Projektmanagerin habe ich tagtäglich damit zu tun die Offlinewelt mit der Onlinewelt zu verbinden.

Ich liebe es. Besonders gern kombiniere ich dabei die positiven Dinge beider Seiten und passe sie auf die Bedürfnisse meiner Kund:innen an!


Ich kenne die Gefahren und nutze die Chancen für die maximale WIN Situation im aktuellen HIER und JETZT. Denn Nichts ist in Stein gemeißelt und Veränderungen sind das Leben.


Aus diesem Grund ist es mir ein Herzensbedürfnis einen Ort für Selbständige zu schaffen, wo die Ablenkung von außen auf das absolut Nötigste reduziert wird und sich meine Kund:innen verstanden, kontinuierlich unterstützt und vor allem gemeinsam fühlen - in My Office Online .


Herzliche Grüße & es darf sich gut anfühlen!

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