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  • Marlen Harder

Warum Social Media wie ständig Weihnachtsmarkt ist...

Aktualisiert: 2. Jan.

...und wie du es als UnternehmerIn gesünder für dich nutzen kannst.


Der Zauber des Weihnachtsmarktes


Ich liebe es auf dem Weihnachtsmarkt zu sein, das bunte Treiben zu erleben, die Lichter, die Musik und diese unglaublich leckeren Düfte überall zu genießen. Und die begeisterten Kinderaugen zu sehen, wie sie staunend ihre Finger überall hinzeigen, um zu sagen - das möchte ich, das möchte ich und das möchte ich auch. Ja klar bei so viel Auswahl und glitzernden Sachen völlig verständlich.

Wir als "vernünftige" Erwachsene stehen dann oft kopfschüttelnd daneben und haben die Aufgabe unsere Kinder liebevoll dadurch zu begleiten. Denn wir wissen natürlich, dass wir nicht alles was uns in dem Moment gefällt haben können und eigentlich ja auch nicht wollen. Wir wissen auch um die Absicht der Verkäufer, um die Wirkung von guter Stimmung und die Täuschungseffekte in solchen Momenten.


Klar sitzt das Geld in dieser schönen Atmosphäre immer ein wenig lockerer und das ist ja auch das Schöne daran. Wenn es auch oft schwer fällt ;-), haben wir schon die Fähigkeit der Selbstregulation, im Gegensatz zu kleinen Kindern und können (rein theoretisch) den sogenannten Impulskäufen widerstehen.

Da die Praxis oft weit von der Theorie entfernt ist, lege ich mir als kleine Hilfe z.B. vor einem Weihnachtsmarktbummel ein Budget fest, was ich tatsächlich gerade ausgeben möchte/kann, weil ich eben auch nicht davor gefeit bin, den Impulsen zu widerstehen - ich bin ein Mensch. Doch mit dem Budget im Kopf klappt das Ausharren und das ständige Nein sagen zu den Kids bis wir endlich an meinem Lieblingsstand für z.B. warme Mutzen ankommen ganz gut ;-).


ACHTUNG: Auf Weihnachtsmärkten, die man kennt und wo die Anordnung der Stände jedes Jahr gleich ist, fällt es natürlich leichter gezielt auf seinen Lieblingsstand zu zu steuern.


Der Weihnachtsmarkt und das normale Leben

So richtig große Sachen, die mich faszinieren, die aber finanziell eher einem Invest gleichkommen, da schlafe ich für gewöhnlich eine Nacht drüber und fahre gezielt nochmal hin, solange es den Markt gibt. Allerdings nur wenn mich der Gedanke daran gar nicht mehr loslässt und mich der Nutzen überzeugt hat. Wie im wirklichen Leben in den Geschäften auch.


Bei unserem diesjährigen (einmaligen) Weihnachtsmarktbummel sind mir die Gedanken für diesen Artikel gekommen. Mir ist bewusst geworden, dass es völlig normal ist, dass es bei der Vielzahl an Neuigkeiten, der schönen Präsentationen, der behaglichen Stimmung und obendrein mit der Gewissheit, dass der Weihnachtsmarkt ja nicht mehr lange steht, einfach wahnsinnig schwer ist, nicht zu konsumieren. Wir haben nur im normalen Leben besser gelernt damit gesünder umzugehen. Niemals würde ich den Standbetreiber dafür verantwortlich machen, dass mich sein Angebot jetzt nervt, nur weil er dasteht. Ich würde vielleicht mal gucken, freundlich kommunizieren und dann weitergehen.


Im wahren Leben also, wie ich die uns bekannte Welt der Geschäfte, der Straßen, der Menschen um uns rum bezeichne, haben wir von klein auf gelernt damit umzugehen und kriegen es zwar mal besser, mal schlechter hin uns gegen unseren Willen nicht beeinflussen zu lassen, aber im Normalfall wird mir davon nicht schwindelig.


Vor allem, und da liegt meiner Meinung nach der Schlüssel für uns begraben, treffen wir vorher eine klare Entscheidung = Fokus: Ich gehe jetzt auf den Weihnachtsmarkt! Ich gehe bewusst nur in die Stadt, wenn ich dazu Lust habe bzw. breche ich einen Einkaufsbummel auch mal ab, wenn es heute nicht mehr passt.


UnternehmerIn hat ständig Weihnachtsmarkt

Im Leben von Social Media, was uns mittlerweile RUND UM DIE UHR mit eben diesen Impulsen, wie denen vom Weihnachtsmarkt versorgt, wenn wir es zulassen, stehen wir auch RUND UM DIE UHR in diesem bunten Trubel vom Weihnachtsmarktzauber oder Geschäftestress.


Und es ist einfach wahnsinnig anstrengend für unseren Geist, sich ständig gegen ungebetene Impulse zu wehren, sich auf sich besinnen zu müssen, die eigentliche Arbeit zu tun, wenn die Ablenkung von außen ständig ON ist und man sie ohnehin schnell nur nebenbei benutzt.


Selbst wenn wir uns privat gar nicht so viel auf Social Media bewegen würden (vielleicht aus eben den o.g. Gründen), gehört es für uns als UnternehmerInnen schon längst zum Alltag sich dort zu zeigen.


Es ist ein unausgesprochenes Muss den Content möglichst ansprechend (= Auslage) aufzubereiten, potentiellen Kunden zu folgen (anzusprechen) und Beiträge zu kommentieren, damit du gesehen wirst, dem Algorithmus der jeweiligen Plattform gefällst usw.


Kurz um: So wie es eben die Schausteller auf dem Weihnachtsmarkt, die Besitzer eines lokalen Geschäftes verstanden haben, sich zu präsentieren, um möglichst guten Umsatz zu machen. Nur dass ich nicht jedem Anbieter ein Herz/ Kommentar da lasse. Und anders herum auch nicht. Die Vorstellung ist zugegeben schon etwas witzig. Wäre ja fast ein Reel wert ;-)!

Wann wird Social Media unternehmerisch fahrlässig?


ABER und deswegen schreibe ich das hier - auch wenn wir ONLINE nichts anderes machen, als unsere Angebote zu zeigen, darf es für uns UnternehmerInnen auf gar keinen Fall dafür sorgen, dass wir so viel Zeit für Social Media aufwenden, dass wir zu unserer eigentlichen Arbeit nicht mehr kommen. Und dabei gilt natürlich, dass ein Startup wesentlich mehr Zeit und Geld für Marketing einplanen muss als ein gut laufendes Unternehmen, klar.

Spätestens jedoch, wenn du dich schlecht fühlst, wenn du dich getrieben fühlst, du ständig Zeit und Geld für Dinge aufbringst, die du unternehmerisch NICHT brauchst, du dich ständig mit denen vergleichst die "scheinbar" besser sind als du - dann gilt es den Prozess deines Social Media Marketings unter die Lupe zu nehmen.


Auch wenn du keinen klaren Geschäftsgedanken mehr fassen kannst, ohne schon direkt am nächsten Reel, am nächsten Post zu sitzen - es sei denn du verdienst dein Geld mit Instagram Marketing ;-), kann es nötig sein genauer hinzugucken.


Warum?

Weil alles andere ungesund ist *Punkt*

.

Harter Tobak, oder?


Tipps für (D)ein gesundes Social Media Marketing

Ich weiß das es hart ist, wenn einem diese Fakten bewusstwerden, und möchte dich mit dieser Erkenntnis nicht einfach stehen lassen, denn alles, hat ja bekanntlich auch seine guten Seiten ;-) ! Wenn auch nicht immer leicht erkennbar.


Ich freue mich dir heute meine TIPPS mitgeben zu dürfen, die dir helfen, sich nicht permanent dem Außen in Social Media auszusetzen und ihn trotzdem als Marketingkanal benutzen zu können.


Denn eins ist klar ohne Social Media wird es eine Geschäftswelt nicht mehr geben, nur wir können und das ist der große Pluspunkt bei uns

Menschen - wir können lernen zu reflektieren und lernen damit gut für uns umzugehen.


Ein tolles Gefühl, wenn man es so sieht, oder?


Dein unternehmerisch gesunder Umgang mit Social Media

  1. Überlege dir - was will ich auf Social Media machen? Wozu brauche ich das? Was genau ist wirklich nötig?

  2. Sage dir jedes Mal, bevor du die Ladentür Social Media öffnest, um dein Schaufenster zu betreten, laut diesen Satz: "Ich bin JETZT Creator - kein Consumer."

  3. Lege fest wie viel Zeit und Geld (Budget) du für Marketing auf Social Media investieren kannst und ACHTUNG: Musst!

  4. Lege fest wieviel Zeit (Budget) deine tägliche Arbeitszeit für Community Management vorsieht.

  5. Stelle dir einen Timer für die Zeit, in der du kommentierst, likest und teilst. Zeit abgelaufen - SCHLUSS!

  6. FOLGE nur Accounts, die dir einen wirklichen Nutzen bringen und das darf phasenweise komplett unterschiedlich sein. Wie im wahren Leben auch - oder gehst du jeden Tag in jeden Laden in der Stadt?


Ich selbst halte mich nach einem Overload an Input immer wieder strikt daran und es manifestiert sich Zusehens in meinem Kopf: ICH BIN CREATOR und das was ich konsume, tue ich, wenn ich es brauche und wenn ICH Zeit dafür habe.


Es ist wie alles im Leben ein Prozess, gib dir Zeit und bedenke, sobald du dich auf den Weg machst, etwas zu ändern, bist du einen Schritt weiter als gestern.



Ich bin Marlen.


Als Unternehmensberaterin und Projektmanagerin habe ich tagtäglich damit zu tun die Offlinewelt mit der Onlinewelt zu verbinden.

Ich liebe es. Besonders gern kombiniere ich dabei die positiven Dinge beider Seiten und passe sie auf die Bedürfnisse meiner KundInnen an!


Ich kenne die Gefahren und nutze die Chancen für die maximale WIN Situation im aktuellen HIER und JETZT. Denn Nichts ist in Stein gemeißelt und Veränderungen sind das Leben.


Aus diesem Grund ist es mir ein Herzensbedürfnis einen Ort zu schaffen, wo die Ablenkung von außen auf das absolut Nötigste reduziert wird und sich meine KundInnen verstanden, kontinuierlich unterstützt und vor allem gemeinsam fühlen.

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